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zum Nationalen Ethikrat

Mitteilungen der Bundesregierung

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Sa 07.04.2001
letzter Stand: 04.05.2001
 

Stellenwert der Gentechnik in der Politik der Bundesregierung

Der Umgang mit der Gentechnik in der Gesellschaft ist ein wichtiges ethisches und ökonomisches Projekt in der Politik der Bundesregierung. In der Diskussion will sie hier aus einer konfrontativen Situation heraus zu einem anderen Umgang mit diesem Thema kommen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte am 5. April 2001 gegenüber dem "Tagesspiegel" in Berlin (ganzes Interview), er verstehe die Gefühle derjenigen, die dieses Thema nicht anpacken wollten. Dies sei jedoch kein richtiger Umgang mit diesem Thema. "Über die Frage nachzudenken, was man mit Gentechnik an Heilungsprozessen bisher unbekannter Art in Gang setzen kann, ist auch ethische Verantwortung. Es ist nicht unethisch, darüber nachzudenken, ob man einem Volk in einer entwickelten Industriegesellschaft die ökonomische Nutzung dieser Technologie möglich macht oder nicht", sagte Schröder. Man müsse vielleicht auch einmal darüber nachdenken, dass es auch ethische Konsequenzen habe, wenn man die Nutzung der Biotechnologie unterlasse. "Die Biotechnologie eröffnet uns wirtschaftliche Chancen, und sie wird ähnlich wie die Kommunikations- und Informationstechnologie in Zukunft die Volkswirtschaft beeinflussen", betonte der Kanzler.

Als Rahmen für diese Debatte will die Bundesregierung deshalb einen nationalen Ethikrat einrichten. Dieser Rat hat einerseits Beratungsfunktion, soll aber auch helfen, Entscheidungen vorzubereiten. In ihm werden Kritiker wie Befürworter sitzen.
 

Quelle: Offizielle Homepage der Bundesregierung
            http://www.bundesregierung.de/dokumente/Artikel/ix_35849.htm

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