Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

Presse im Juni 2001

Mehr Presseartikel zum Ethikrat gibt es unter den Einzelporträts

Auf die Enttäuschung hoffen
Leserbrief zu "Schröder nimmt Ethikrat in Schutz" / SZ vom 9. Juni
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Absichten, die er mit seinem Nationalen Ethikrat verfolgt, bei dessen Inauguration in Berlin ziemlich unverblümt ausgesprochen. Die Wiedergabe seiner Äußerungen in der Süddeutschen Zeitung und der gleichzeitige Feuilleton- Kommentar des Berichterstatters Andreas Hoffmann („Biopolitisches Brennglas“) waren hingegen auf fahrlässige Weise verharmlosend und irreführend.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 21.06.01

Den Humanismus erneuern
Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin hat am 12. Juni in Bremen eine Rede gehalten zum Thema: "Das Menschenbild und Ethik im postgenomischen Zeitalter: Für einen erneuerten Humanismus". Darin führt er seine zu Beginn des Jahres in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten Überlegungen zur Gen- und Biotechnologie fort, die er im folgenden in einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau (FR) vertiefte.
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 16.06.01 letzter Stand 19.06.01

Biomediziner als Buhmänner
Das extreme Spannungsfeld aus therapeutischen Heilsversprechen und ethischen Verdammungsurteilen könnte zu gefährlichen Verhärtungen führen - Leitartikel
Von Michael Mönninger
DIE WELT 15.06.01

Unser Alltag im Reich der medizintechnischen Freiheit
Zwischen Vernichtung und Vergötterung der Kinder: Wie eine auf Selbstverwirklichung zielende Gesellschaft mit ihrem Nachwuchs umgeht
Von Günter Franzen
Am vergangenen Freitag konstituierte sich der Nationale Ethikrat. Er wird sich vor allem mit der medizinischen Forschung an Embyonen beschäftigen. Die gesellschaftliche Haltung zu den Risiken dieser Forschung ist jedoch nicht nur eine Frage der Wissenschaft, sondern wird möglicherweise stark durch die inzwischen alltäglich gewordene Empfängnisverhütung und Praxis der Schwangerschaftsabbürchen mitbestimmt.
DIE WELT 11.06.01

Die Ehre der Ethikräte
Die Fachleute, die vertretbare Wege der Gentechnik ausloten sollen, stehen unter politischem Druck. Warum die Unabhängigkeit des Gremiums fraglich ist - Kommentar
Von Ulrich Clauss
DIE WELT 09.06.01

Nationaler Ethikrat - Der Kanzler als Mutmacher
Schröder kritisiert die Diffamierung des neu geschaffenen Gremiums - und mahnt die Experten, sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen
Markus Feldenkirchen
Seit Freitag gibt es den Nationalen Ethikrat nicht nur theoretisch, sondern auch physisch. Man kann ihn filmen, fotografieren, hören und - wenn es nach dem Kanzler geht - demnächst auch nachlesen.
TAGESSPIEGEL 09.06.01

Nationaler Ethikrat - Legitimation durch Langsamkeit
Wer befürchtet hatte, dass des Kanzlers Nationaler Ethikrat nur der Turbo-Legitimierung für die Gentechnik dient, darf zunächst beruhigt sein.
TAGESSPIEGEL 09.06.01

Schröder warnt vor "deutschem Sonderweg"
Konstituierung des Ethikrates - Kanzler will die Gendebatte nicht unter Zeitdruck führen
Von Claudia Roth
DIE WELT 09.06.01

CDU: Ethikrat muss schneller werden
Schon bei seiner ersten Sitzung steht Bundeskanzler Schröders Expertengremium für Genfragen unter Zeitdruck
BERLIN taz "Die pauschalen Diffamierungen" der Mitglieder des Nationalen Ethikrats seien "entäuschend und inakzeptabel", verteidigte Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern in Berlin das von ihm ernannte Expertengremium zu Fragen der Biomedizin. Die wiederholt geäußerten Befürchtungen - auch aus den Reihen der SPD -, mit dem Ethikrat solle der Bundestag umgangen werden, wies Schröder zurück. "Der Nationale Ethikrat ist kein wie immer gearteter Parlamentsersatz", betonte er.
TAZ 09.06.01

Nationaler Ethikrat hat sich konstituiert
Spiros Simitis zum Vorsitzenden gewählt
BerliNews 08.06.01

Erstmals tagt der Nationale Ethikrat
CDU-Fraktionschef Merz erneuerte im Vorfeld seine Kritik: Das Gremium werde von der Bundesregierung politisch instrumentalisiert
Von Claudia Roth und Peter Dausend
DIE WELT 08.06.01

Schröder im Ethikrat - "Kein Parlaments- oder Regierungsersatz"
Von Christoph Seidler
Die 25 Mitglieder des Ethikrates, den Gerhard Schröder einberufen hat, haben sich zu einer ersten Beratung getroffen. Zu Beginn stellte der Kanzler noch einmal klar, was er von dem Gremium erwartet. Entscheidungshilfe ja, Entscheidungsfindung nein.
SPIEGEL 08.06.01

Nationaler Ethikrat - Behinderte fühlen sich übergangen
Der von Bundeskanzler Gerhard Schröder einberufene Nationale Ethikrat tritt in Berlin zu seiner ersten Sitzung zusammen. Unterdessen gibt es Kritik an der Zusammensetzung des Gremiums: Behindertenverbände fühlen sich ausgegrenzt.
SPIEGEL 08.06.01

Guter Rat ist billig
Der Kanzler der neuen deutschen Räterepublik hat für die Bio-Ethik seine Nationale Kommision geschaffen. Heute tritt sie erstmals zusammen - und müsste eigentlich gleich wieder ihre Abschaffung beschließen
Robert Leicht
TAGESSPIEGEL 08.06.01

Politik in der moralen Phase
Guter Ethikrat: In der Gen-Debatte den Mund nicht so voll nehmen "Wenn ich ein Wort gebrauche, dann heißt es genau, was ich für richtig halte - nicht mehr und nicht weniger." So spricht der Goggelmoggel in "Alice hinter den Spiegeln", und wenn der Bundeskanzler heute das Wort Ethik gebraucht, dann wird es auch genau das bedeuten, was er für richtig hält - nicht mehr und nicht weniger.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 08.06.01

Vor der ersten Sitzung des Nationalen Ethikrats - Genetischer Defekt
Egal, wie gut Gerhard Schröders Expertenrunde diskutiert - ihren Konstruktionsfehler wird sie nicht loswerden
Von Heidrun Graupner
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 08.06.01

Die Ethik des Heilens mit dem Schutz des Lebens in Einklang bringen
Zur Konstituierung des Ethikrates am 08.06.01
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 08.06.01

http://www.bundesregierung.de/Anlage6886/Nr._39-3.pdf
7-seitige Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder auf der konstituierenden Sitzung des Nationalen Ethikrates am 8. Juni 2001 in Berlin:
BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 39-3 vom 08.06.2001

Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Ethikrat und zur Forschung an embryonalen Stammzellen
Am 8. Juni 2001 gab Bundeskanzler Gerhard Schröder im ZDF ein Interview zum Ethikrat und zur Forschung an embryonalen Stammzellen. Hier ist das Interview im Wortlaut
MITTEILUNG DER BUNDESREGIERUNG 08.06.01

Aufgabe des Ethikrats
Kommentar
Von Matthias Kamann
Man kann sich schwer vorstellen, dass Bundeskanzler Schröder sich nicht mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Clement abgesprochen hat. Denn dessen Absicht, den Import von in Israel erzeugten embryonalen Stammzellen unter Ausnutzung einer Grauzone des deutschen Embryonenschutzgesetzes zu fördern, kommt Schröder zupass.
DIE WELT 07.06.01

Was Clement und Schröder eint
Von Holger Kulick
Trotz vordergründiger Differenzen über den Alleingang Wolfgang Clements: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident folgt der Schröder-Strategie, um zu einer zügigen Lösung der Gentechnik-Debatte zu kommen - im Sinne der deutschen Forschung und des Markts.
SPIEGEL 06.06.01

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