Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

Presse im Januar 2002

Der Import embryonaler Stammzellen ist europarechtlich problematisch
Martin Gerner im Gespräch mit Prof. Dr. Jochen Taupitz, Mitglied im Nationalen Ethikrat und Medizinrechtler
Deutschlandfunk-Interview am Morgen, 31. Januar 2002

Stammzellen: Überholte Debatte
Am Mittwoch entscheidet der Bundestag, ob Forscher Embryozellen importieren dürfen. Doch egal wie die Politiker abstimmen: Wissenschaftler, Kranke und Biotech-Industrie werden bald weit großzügigere Regelungen durchsetzen.
Von Cordula Tutt, Berlin, und Peter Kuchenbuch, Hamburg
Neulich beim Nationalen Ethikrat ging es zu wie im Kreiswehrersatzamt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss fragte den Berliner Bischof Wolfgang Huber: "Würde die Kirche ihren Krankenhäusern Medikamente vorenthalten, die nur mit Forschung an embryonalen Stammzellen entwickelt werden konnten?" Ethikrat Huber fiel in die Rolle des Gemusterten, der begründet, warum er keine Waffe anrühren will.
FTD FINACIAL TIMES DEUTSCHLAND 30.01.02
Anmerkung: Sehr lesenswert, da viele Stimmen zu Wort kommen.

Offene Briefe zur Stammzellen-Debatte
Freiheit der Forschung oder Gewissensfreiheit?Das ist kein Gegensatz, argumentieren deutsche Nobelpreisträger. Ein früherer DFG-Gutachter hält dagegen
Von Mariam Lau
DIE WELT 30.01.02 Anmerkung: Daran war auch Frau Nüsslein-Vollhardt beteiligt.

Was ist heute noch heilig? Grenzen der Forschungsfreiheit in einer säkularen Gesellschaft.
Vortrag von Prof. Dr. Detlev Ganten beim Kongress der EKD, 29.Januar 2002, Berlin
"Zum Bild Gottes geschaffen. Bioethik in evangelischer Perspektive"

Menschenwürde und Forschungsfreiheit
von Wolfgang Huber anläßlich des Bioethik-Kongresses in Berlin
28. Januar 2002
Hochrangige Forschungsziele werden in diesen Tagen dafür ins Feld geführt, dass der Weg zur Forschung mit embryonalen Stammzellen freigemacht werden soll. Der Forschungsfreiheit soll ein so hoher Wert zukommen, dass mit ihr auch eine Einschränkung der Menschenwürde oder doch eine Abstufung des Lebensschutzes gerechtfertigt werden kann.

Gibt es künftig nur noch "optimierte" Babies?
Spiros Simitis, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates: Es ist kein Ende der bioethischen Debatte abzusehen
Am 30. Januar will der Bundestag in Berlin über den Import von menschlichen embryonalen Stammzellen nach Deutschland dabattieren. Die Mehrheit des Nationalen Ethikrats hatte sich im vergangenen November für einen Import ausgesprochen: befristet und an strenge Bedingungen gebunden. Der Vorsitzende des Ethikrats, der Frankfurter Rechtsprofessor Spiros Simitis, sprach über diese Empfehlung, internationale Regelungen und die kommende Debatte um die Fortpflanzungsmedizin mit Sonja Kastilan und Matthias Kamann.
DIE WELT 28.01.02

Stammzellen-Import - Warum brauchen wir embryonale Stammzellen?
Was Forscher Brüstle im Reagenzglas machen möchte, will Forscher-Präsident Winnacker auf großer Bühne durchsetzen. Am Mittwoch entscheidet der Bundestag. Die Debatte hat bei beiden Männern Spuren hinterlassen.
Markus Feldenkirchen und Bas Kast
TAGESSPIEGEL 27.01.02
Anmerkung: Langer, aber absolut lesenswerter Artikel!

Menschen sind mehr als die Summe ihrer Gene
Am Mittwoch entscheidet der Bundestag über den Import embryonaler Stammzellen
Ein Streitgespräch zwischen der ehemaligen Gesundheitsministerin Andrea Fischer und dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Ernst-Ludwig Winnacker
WELT AM SONNTAG 27.01.02
Anmerkung: Für die obige Erkenntnis muss man wohl kein Humangenetiker sein.

Wie es der Ethikrat sieht - Eine Auswahl an Positionen
Monatelang haben die 25 Mitglieder des Nationalen Ethikrats gearbeitet. Sie haben sich in Literatur vertieft, in Berlin diskutiert, Stellungnahmen verfasst. Das Ergebnis ist ein Papier, das vier Haltungen zum Umgang mit embryonalen Stammzellen sehr detailliert begründet.
Von Silke Schieber
STUTTGARTER ZEITUNG 26.01.02

Nationaler Ethikrat will sich international vernetzen
Europaweite Regelungen angestrebt
DIE WELT 26.01.02

Menschen im Fluss
Dürfen wir Embryonen töten, um aus ihnen Stammzellen für die Forschung zu gewinnen? Nein. Wenn man nicht wissen kann, wann menschliches Leben beginnt, dann muss man es schützen - von Anfang an
Wolfgang Huber
TAGESSPIEGEL 26.01.02

: "Ich befürworte ein Moratorium"
Interview Wolfgang Löhr mit Jens Reich zum Thema Stammzellen
TAZ 26.01.02

Votum zum Stammzellen-Import keine Empfehlung
Von Holger Kulick
Die Entscheidung wird voraussichtlich knapp: Am kommenden Mittwoch stimmt der Bundestag über den Import embryonaler Stammzellen ab - ohne "Fraktionszwang". Aber gut 20 Prozent der Abgeordneten sind noch orientierungslos. Das bringt den Nationalen Ethikrat in das Dilemma, ob er selber Voten abgeben darf.
Berlin - Das hatte sich Spiros Simitis anders vorgestellt. Erstmals hatte der Vorsitzende des Nationalen Ethikrats zur öffentlichen Debatte über die Arbeit seines Gremiums eingeladen. Aber statt Hinweisen und Rat, den er eigentlich suchte, suchte sein Publikum Rat oder übte Kritik. 17 der 25 Mitglieder des vor sieben Monaten gegründeten Ethikrats saßen rund 150 Neugierigen gegenüber und von denen stammte gut ein Drittel aus dem Deutschen Bundestag.
SPIEGEL 25.01.02
Anmerkung: Unbedingt lesen!

Die Vorteile doppelter Moral
In der kommenden Woche wird sich der Deutsche Bundestag mit der Forschung an embryonalen Stammzellen beschäftigen. Er wird eine Frage entscheiden müssen,...
Von Wolfgang van den Daele
...über die weder in der Gesellschaft noch in den Ethik-Kommissionen ein Konsens hergestellt werden konnte.
DIE WELT 25.01.02

http://www.ethikrat.org/rueckschau/sitzungen/2002-01-24.htm
Tagesordnung der Sitzung am 24. Januar 2002, 10:30 Uhr

Was Wissen schafft - Vernebelte Zukunft
Import embryonaler Stammzellen - ein fauler Kompromiss
Alexander S. Kekulé
Zweieinhalb Jahre hat die Republik über die Stammzellforschung diskutiert, von der provokativen Menschenzüchter-Rede des Philosophen Sloterdijk bis zum zähneknirschenden Import-Votum des Nationalen Ethikrates.
TAGESSPIEGEL 23.01.02

Forscher aus Bonn lokalisieren Depressions-Gen
BONN (ple). Den genetischen Ursachen bipolarer affektiver Störungen sind jetzt Bonner Wissenschaftler um den Humangenetiker Professor Peter Propping ein großes Stück näher gekommen.
Ärzte Zeitung, 18.01.2002

Im Dickicht der Regularien
Der Kompromiss zum Stammzellimport droht zum Blockade-Instrument zu werden
Von Bettina Schöne-Seifert
Bettina Schöne-Seifert ist Mitglied im Ethikrat und gehört zu den Importbefürwortern
DIE ZEIT 04/2002 vom 17.01.02
Anmerkung: Unbedingt lesen!

Empfehlungen der Gremien im Wortlaut
Die verschiedenen Positionen, über die im Nationalen Ethikrat und in der Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin abgestimmt wurde
Von Andreas Sentker
DIE ZEIT 04/2002 vom 17.01.02

Die Würde des Menschen und die Frage der Nützlichkeit
Die Bioethik-Debatte lässt viele Fragen offen
Von Gernot Facius
Bitburg - So viel Unsicherheit, wohl auch Unbehagen war nie. Bei den 40. Bitburger Gesprächen der renommierten Stiftung Gesellschaft für Rechtspolitik - Generalthema "Der entschlüsselte Mensch" - waren offenbar die Pragmatiker und die Befürworter eines Imports embryonaler Stammzellen in der Mehrheit. Aber das Auditorium in seiner Gesamtheit ließ sich immer wieder mit der Frage konfrontieren: Wann fängt das Leben an?
DIE WELT 14.01.02

Freiheit, Gleichheit, Klarheit
Nida-Rümelin über philosophische Ethik im Diskurs über Biotechnik
Adelheid Müller-lissner
Der Tagungsort trägt noch den Charme des Unfertigen. Doch diese Debatte ist längst fällig, denn in Deutschland und in Frankreich stehen noch im Januar dazu wichtige Entscheidungen an: In Schloss Genshagen, dem Sitz des Berlin-Brandenburgischen Instituts für Deutsch-Französische Zusammenarbeit in Europa (kurz BBI), trafen an diesem Wochenende Mitglieder der nationalen Ethikräte beider Länder mit Fachleuten aus Naturwissenschaft, Politik und Jurisprudenz zusammen, um über "Europäische Grundwerte in der Bioethik" zu diskutieren.
TAGESSPIEGEL 14.01.02

AUF EIN WORT: Das Leben achten
Professor Dr. Wolfgang Huber ist Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und Herausgeber des Magazins CHRISMON
Nun steht die parlamentarische Entscheidung ins Haus: Darf in Deutschland an embryonalen Stammzellen geforscht werden? Solche Stammzellen herzustellen verbietet das Embryonenschutzgesetz von 1990. Denn dazu müssen Embryonen getötet werden.
CHRISMON 1/02

Eure Rede sei: ja, ja - nein, nein
Beim Embryonenschutzgesetz muss der Bundestag endlich Klarheit schaffen
Hans-Jochen Vogel
TAGESSPIEGEL 10.01.02
Anmerkung: Sehr lesenswert!

"Stammzellgewinnung auch in Deutschland" - Nobelpreisträgerin fordert Freigabe
Deutschland sollte nach Ansicht der Tübinger Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard erwägen, die Gewinnung embryonaler Stammzelllinien zu Forschungszwecken zu erlauben.
TAGESSPIEGEL 10.01.02

Simitis: Profit bei Gentechnik nicht über Bedenken stellen
Vorsitzender des Ethikrats kritisiert den Umgang mit Biopatenten
Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat sich gegen den Import embryonaler Stammzellen ausgesprochen. Man müsse sich dessen bewusst sein, dass hier "menschliches Leben verbraucht" werde, sagte Hoppe im FAZ-Businessradio. "Diese ethische Barriere kann ich nicht überschreiten", sagte Hoppe.
TAGESSPIEGEL 07.01.02

"Aldi-Kinder für die Armen"
Der Vorsitzende des Nationalen Ethikrats, Spiros Simitis, über die verfrühten Heilsversprechen der Stammzell-Forscher und das schädliche Profitstreben in der Wissenschaft
DER SPIEGEL 2/2002 - 07. Januar 2002
Anmerkung: Sehr lesenswert!

Ethikratvorsitzender Professor Simitis befürchtet Selektionsprozess durch Präimplantationsdiagnostik
Der Vorsitzende des Nationalen Ethikrates, Spiros Simitis, wirft Wissenschaft und Politik vor, in der Debatte um den Import von embryonalen Stammzellen des Menschen verfrühte Heilsversprechen zu wecken und wirtschaftliche Interessen über ethische Bedenken zu stellen.
SPIEGEL 05.01.02
Siehe auch das vollständige Interview SPIEGEL 2/02 vom 07.01.01

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