Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

Presse im April 2002

Ein Erosionsprozess
Manche sehen in dem gestern im Deutschen Bundestag beschlossenen Gesetz zum Import embryonaler Stammzellen den Beginn einer ungezügelten Nutzung menschlicher Embryonen für die Forschung.
Ein Kommentar von Thomas Rogalla
BERLINER ZEITUNG 26.04.02
Anmerkung: Sehr lesenswert!

http://www.ethikrat.org/rueckschau/sitzungen/2002-04-25.htm
Tagesordnung der Sitzung am 25. April 2002, 10.30 - 18.00 Uhr

Kollek in Komitee der Unesco berufen
HAMBURG (jh). Professor Regine Kollek, stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Ethikrates in Deutschland, ist für drei Jahre in das Internationale Bioethik-Komitee der Unesco berufen worden.
Ärzte Zeitung, 18.04.2002

Jens Reich kritisiert deutsche Regelung zum Stammzellimport
Der Molekularbiolge Jens Reich vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch hält den Beschluss des Deutschen Bundestages zum Stammzellimport für inkonsequent.
WISSENSCHAFT-ONLINE 12.04.02

Pro und Contra zugleich in der Stammzelldebatte
Pro und Contra zugleich in der Stammzelldebatte
Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde." So steht es in der Bibel, in der Offenbarung des Johannes. Und so ähnlich sagt es Jens Reich.
NETZEITUNG.DE 12.04.02

Biopolitik unter Generalverdacht
Die Kulturkritik hat ein neues Zauberwort: "Biopolitik". Es wird nicht mehr nur in Stammzellen-Debatten verwandt, nein, der Begriff ist zu einer Universalchiffre geworden
Von Volker Gerhardt
Globalisierungsgegner benutzen den Begriff, um die angebliche Ausbeutung tiefster menschlicher Regungen und die Zerstörung fremder Lebensweisen durch den neuen Kapitalismus anzuprangern. Sozialphilosophen behaupten, dass die "Biopolitik" der westlichen Zivilisation den menschlichen Körper einer umfassenden Kontrolle unterworfen habe, die in den Konzentrationslagern kulminierte, aber auch in bürgerlichen Gesellschaften zu finden sei, weshalb sich Totalitarismus und Demokratie prinzipiell ähnelten. Und Umweltschützer glauben, eine gewalttätige "Biopolitik" unterwerfe die Natur des Menschen dem Zwang des Geldes. Diese Formen des Generalverdachts analysiert der Berliner Philosoph Volker Gerhardt, der zugleich zeigt, was man sich unter Biopolitik eigentlich vorzustellen hat und wo ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen.
DIE WELT 05.04.02

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