Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

Pressestimmen im April 2001

Mehr Presseartikel zum Ethikrat gibt es unter den Einzelporträts

Nationaler Ethikrat: Grüne und CDU gegen geplantes Gremium
Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geplante Einsetzung eines Nationalen Ethikrats ist auf scharfe Kritik bei Vertretern der Grünen und der CDU gestoßen. Die "Financial Times Deutschland" zitierte Mitglieder der parlamentarischen Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", die sich entschieden gegen einen außerhalb des Parlaments angesiedelten Ethikrat aussprachen.
TAGESSPIEGEL 30.04.01

Kabinett will neuen Ethikrat berufen
BERLIN, 29. April (dpa). Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will diese Woche den von ihm angekündigten Nationalen Ethikrat berufen. Das Kabinett soll am Mittwoch die Einrichtung des Ethikrats beschließen, sagte ein Regierungssprecher am Sonntag in Berlin.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 29.04.01

Nationaler Ethikrat - Ein Rat für Schröder
In das Gremium sollen auch Gentechnik-Skeptiker berufen werden - worüber es berichten wird, ist aber noch unklar
Bernd Ulrich
Guter Rat muss nicht teuer sein. Der Nationale Ethikrat jedenfalls, den Gerhard Schröder am kommenden Mittwoch im Kabinett verabschieden lassen will, soll wenig kosten. 540 000 Mark im Jahr 2001 für eine Geschäftstelle sollen angemessen sein. Aus der Satzung des Rates geht hervor, dass sich der Bundeskanzler viel von den etwa zwanzig Mitgliedern des Rates verspricht.
TAGESSPIEGEL 28.04.01

Nationaler Ethikrat: Des Kanzlers neue Scheuklappen
Das Gremium wird breiter, flacher und skeptischer als erwartet
Bernd Ulrich
So ganz einfach gestaltet sich die viel beschworene Wende in der Gentechnik offenbar doch nicht. Zwar wird sich der Bundeskanzler einen maßgeschneiderten Rat für bioethische Fragen zulegen. Doch dessen Zusammensetzung sieht nun anders aus als ursprünglich geplant: Das Gremium wird größer, weniger fachkompetent und weniger fortschrittseuphorisch. Offenbar sind in den letzten Wochen doch noch einige Parteien und Gruppen aufgewacht. Den Grünen fiel rechtzeitig ein, dass sie auch mitregieren und dass sie ja eigentlich die Gentechnik wichtig nehmen wollten. So lassen sich wohl die Namen Regine Kollek oder Jens Reich interpretieren.
TAGESSPIEGEL 28.04.01

Ethik im Ausverkauf
Wenn die Bundesregierung die Ethik in ihr Haus holt, wird zugleich der letzte Rest an Unabhängigkeit und Freiheit ausgetrieben
Von Michael Emmrich
FRANKFURTER RUNDSCHAU 25.04.01

Der Ethikrat des Kanzlers gilt Vielen als Sündenfall
Abgeordnete halten das von Schröder ins Leben gerufene neue Gremium für überflüssig
Von Corinna Emundts (Berlin)
Der Unmut der Parlamentarier über den von Bundeskanzler Gerhard Schröder geplanten Nationalen Ethikrat spitzt sich zu. Monika Knoche, grüne Bundestagsabgeordnete und Mitglied der Enquête-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", hält einen solchen Rat für "demokratiepolitisch nicht akzeptabel". Sie empfehle dem Kanzleramt, von dem Plan Abstand zu nehmen, sagte sie der Frankfurter Rundschau. "Ich empfehle auch meiner Fraktion, diese Position einzunehmen."
FRANKFURTER RUNDSCHAU 21.04.01

Gentechnik - Ohne Gängelband
Der Ethikrat des Kanzlers zieht in die Akademie der Wissenschaften / FDP gegen Grenzen für Gen-Forschung
Robert Birnbaum
Viele reden von der Gentechnik - zwei haben sich jetzt konkreter der Sache angenommen: der Bundeskanzler und die FDP.
TAGESSPIEGEL 07.04.01

Stellenwert der Gentechnik in der Politik der Bundesregierung
Der Umgang mit der Gentechnik in der Gesellschaft ist ein wichtiges ethisches und ökonomisches Projekt in der Politik der Bundesregierung. In der Diskussion will sie hier aus einer konfrontativen Situation heraus zu einem anderen Umgang mit diesem Thema kommen.
MITTEILUNG DER BUNDEREGIERUNG 07.04.2001 letzter Stand: 04.05.2001

Einberufung eines nationalen Ethikrates
Nahe an der Politik, dialogoffen und unabhängig soll der nationale Ethikrat die öffentliche Debatte um die Gentechnik anstoßen. Der Rat hat einerseits Beratungsfunktion, soll aber auch Einfluß nehmen auf konkrete politische Entscheidungen. In ihm werden Kritiker und Befürworter sitzen.
Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigte in einer Rede am 5.April 2001 vor der Katholischen Akademie Berlin die zukünftige Rolle und den Hintergrund dieses neuen Gremiums auf.
MITTEILUNG DER BUNDEREGIERUNG 05.04.01

Interview von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem "Tagesspiegel", 8. April 2001, geführt am 5.4.01
Anmerkung: Darin geht es ebenfalls um den Ethikrat und die Gentechnik. Sehr interessante Aussagen...

http://www.bundesregierung.de/Anlage5081/Nr._26-3.pdf
11-seitige Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder bei der Katholischen Akademie Berlin am 5. April 2001 in Berlin:
"Zwischen Wandel und Beharren - Widersprüchliche Leitmotive der Politik?"
BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 26-3 vom 05.04.2001
Anmerkung: Hier wird ebenfalls der Ethikrat erläutert. Auf die Worte kommt es an...

CDU und FDP uneins über Ethikbeirat
BERLIN (vo). Der Nationale Ethikbeirat sollte nicht im Bundeskanzleramt angesiedelt werden, sondern beim Bundespräsidenten. Diesen Vorschlag machte CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer. Die FDP lehnt das ab.
Ärzte Zeitung, 04.04.2001

Gentechnik - Ein kluger Rat für alle
Der Kanzler will ein Gremium für die ethischen Folgen - nicht nur der CDU wären Experten beim Präsidenten lieber
TAGESSPIEGEL 03.04.01

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