Zum
Gemeinschaftsportal
IGKB-Deutschland
>>>>

Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

Porträts der Mitglieder des Nationalen Ethikrates

Allgemeiner Überblick zum Ethikrat

Seit einiger Zeit wird die Kritik am Nationalen Ethikrat von allen Seiten immer lauter. Was von vielen bereits bei Bekanntgabe des Vorhabens von Kanzler Schröder solch ein Gremium einzurichten, befürchtet wurde, hat sich nun bewahrheitet. Von Anfang an war klar, dass dieser Rat offensichtlich als Legitimationsgremium für die derzeitige Biopolitik der Bundesregierung herhalten soll. Dieser Verdacht hat sich seit der Einsetzung am 3.Mai 2001 nun bestätigt. Auch wenn diese Ansicht immer wieder als falsch dargestellt wird, sprechen die meisten Fakten dafür.

  1. Es gibt bereits die "Enquetekommision Recht und Ethik der modernen Medizin" im Deutschen Bundestag, die sich mit all den Fragen, mit denen sich der Nationale Ethikrat befassen soll, ebenfalls seit ca. einem Jahr beschäftigt. Diese Kommission hat bisher in unseren Augen hervorragende Arbeit geleistet und auch immer wieder kritische Stellungnahmen abgegeben. Dies dürfte dem Bundeskanzler jedoch weniger gefallen haben, da diese kritischen Stimmen in Sachen Bioethik bei der Durchsetzung seiner wirtschaftlichen Interessen mehr als hinderlich sind.

  2. Die ebenfalls kritische Ethikkommission im Bundesministerium für Gesundheit sollte ebenso ausgeschaltet werden. Deren Arbeit wurde bis auf weiteres auf Eis gelegt. Zuvor wurde noch Ulrike Riedel, eine weitere kritische Stimme im BM Gesundheit entlassen und stattdessen durch Dr. Winter ersetzt. Er wirkte schon fleißig an der umstrittenen Bioethik-Konvention mit und ist bekannt für seine Fortschrittsfreudigkeit. Auf mehreren Veranstaltungen habe ich ihn schon als Werbeträger für die Unterzeichnung dieser Konvention erlebt. (Siehe auch die Anmerkungen von Renate Demski von Alzheimer Ethik zu einer Rede bezüglich der Forschung an Nichteinwilligungsfähigen.) Und da wäre noch die zurückgetretene Gesundheitsministerin Andrea Fischer, die das Fortpflanzungsmedizingesetz auf den Weg gebracht hat. Dieses verschwand nach dem Wechsel mit Ulla Schmidt aber wieder im Papierkorb.

  3. Der Nationale Ethikrat sollte ursprünglich direkt beim Kanzler angesiedelt werden. Jetzt hat der Rat seinen Sitz bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Das Abrücken von diesem Vorhaben ist offensichtlich darauf zurückzuführen, dass es massive Kritik an der direkten Anbindung beim Kanzler gab. Mit der Verlegung an einen anderen Ort sollten somit wohl nur die Kritiker beruhigt werden.

  4. Die Mitglieder des Rates sind mit einem Anteil von etwa 2/3 Befürwortern zu 1/3 Gegnern des derzeitigen Kurses in bioethischen Fragen in der Überzahl.
    Selbst bei der Vertretung der Behindertenverbände wurde eine Organisation ausgewählt, die sich vom Fortschritt in der Gentechnik große Chancen erhofft, nämlich die Huntigton-Hilfe. Dies wurde von der Lebenshilfe bereits heftig kritisiert.

  5. Einen Tag nach der Einsetzung des Nationalen Ethikrates meldet sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG mit einem Plädoyer für die Forschung mit embryonalen Stammzellen zu Wort. Dies wird der Öffentlichkeit vorgestellt vom Präsidenten der DFG und Mitglied im Ethikrat, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker. Dies hat mit Zufall sicher nichts zu tun, sondern war mehr als kühn kalkuliert. Leider stieß dieser schnelle Vorstoß auf solchen Protest, dass die Forderungen der DFG für zwei Monate zurückgestellt wurden.

Adresse der Geschäftsstelle des Ethikrats

Am 19.07.01 wurde endlich auf der Internetseite der Bundesregierung die offizielle Anschrift des Nationalen Ethikrates bekanntgegeben.
Sie lautet:

Nationaler Ethikrat
c/o Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22-23
10117 Berlin

Telefon: 030 / 20 370 337
FAX: 030/20 370 600
E-Mail: kontakt@ethikrat.org

Internet: http://www.nationalerethikrat.de
(Online seit 08.08.01)

 

Porträtübersicht

Die 25 Mitglieder des Nationalen Ethikrates

Immer wieder wurde spekuliert, wen der Kanzler in den Ethikrat berufen würde. Knapp zwei Wochen nach der Absegnung durch das Bundeskabinett am 3. Mai, bei der 23 Mitglieder vorgestellt wurden, wurde am 16. Mai 2001 nun die endgültige Zusammensetzung bekanntgegeben, nachdem ein paar Tage vor dem 3. Mai einige Leute abgesagt haben, und neue Leute gesucht werden mußten.

Mitgliederliste mit Kurzporträts, Interviews und Pressemeldungen zu den Berufenen

Nachfolgend gibt es eine Liste der Mitglieder des Ethikrates mit Kurzporträts, Interviews, von ihnen verfassten Schriften und allgemeinen Pressemeldungen zu den einzelnen Personen. Das gesammelte Material erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wird laufend ergänzt. Wer etwas dazu beitragen möchte, sollte eine kurze E-Mail mit der Internet-Adresse des gefundenen Artikels senden an:

E-Post: webmeister(at)nationaler-ethikrat.de

Mitglieder sortiert nach

Außerdem gibt es auf unseren Seiten auch die Adressen der Mitglieder des Nationalen Ethikrates
 

Seite weiterempfehlen

Wenn Sie uns ein wenig unterstützen wollen und meinen, dass diese Info- und Protestseite zum Ethikrat auch andere Bioethik-KritikerInnen interessieren könnte, können Sie hier unsere Seite weiterempfehlen.
 

Allgemeine rechtliche Hinweise:

Alle Inhalte und Texte dieser Seiten unterliegen dem Copyright des Verfassers. Ausnahmen sind Texte, die aus anderen Quellen wiedergegeben werden. Jegliche kommerzielle Nutzung oder Verwertung - insbesondere Vervielfältigung oder sonstige Verarbeitung in elektronischen oder anderen Medien - ohne Zustimmung und schriftlicher Genehmigung des Verfassers ist untersagt. Eine unentgeltliche Verbreitung der Inhalte dieser Seiten unter Quellenangaben ist jedoch gestattet, solange der Inhalt nicht verändert wird.