Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

 

Ursprüngliche Startseite seit Bestehen der Info und Protestseite

Diese Seite dient der Information über den Verlauf der bisherigen Informationspolitik und der Internet-Arbeit des Nationalen Ethikrates bis Anfang 2003. Unsere aktuelle Startseite finden Sie hier.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

seit dem 3.Mai 2001 existiert er nun: Der Nationale Ethikrat von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Auch bekannt unter dem Begriff "Abnickgremium" oder "pharmazeutisch-industrieller Legitimationsrat".

Mit seinem Votum für einen Stammzellenimport ist diese anfänglich von Schröder als "Diffamierung" genannte Bezeichnung wohl endgültig berechtigt. Die FAZ nannte die Stellungnahme gar eine "ethische Bankrotterklärung".

Was es mit diesem Rat auf sich hat, der sich mit ethischen Fragen der Biomedizin auseinandersetzen soll, möchten wir allen Interessierten auf diesen Sonderseiten der Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern vermitteln. Unser eigentliches Informationsportal zur Bioethik für Bayern befindet sich unter http://www.bioethik-bayern.de. Des weiteren gibt es das Gemeinschaftsportal der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland, entweder unter http://www.kritische-bioethik.de/ oder unter http://www.kritischebioethik.de/, wo Sie alles wissenwerte rund um die Themen der Bioethik finden.

Defizite der Bundesregierung in der Informationsvermittlung

Bislang gibt es zum Nationalen Ethikrat auch acht Monate nach seiner Einberufung per Kabinettsbeschluss nahezu keine Informationen aus öffentlicher Hand. Weder durch das Bundespresseamt, noch durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, bei der das Gremium angesiedelt worden ist. Seit dem 08.08.01 hat der Ethikrat zwar eine eigene Internetseite, diese bietet aber ebenfalls keinerlei neuen Infos. Auch wenn jeder das Gegenteil erwartet hätte.

Im Zeitalter der neuen Technologien ist dieses Zurückhalten von Informationen der sonst so fortschrittsbedachten Bundesregierung ein nicht zu entschuldigendes Versäumnis. Dies wiegt um so schwerer, als der Kanzler immer wieder beteuert, der Ethikrat solle in der Öffentlichkeit zur Schaffung eines Problembewußtseins in bioethischen Fragen beitragen.

Unsere Abhilfe

Diesem Defizit an Information der Öffentlichkeit und Aufklärung über das Wirken des Nationalen Ethikrates will die Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern durch dieses Internet-Portal unter www.nationaler-ethikrat.de abhelfen. Auch wenn es manchmal schwierig ist, entsprechende Informationen zu bekommen.

Denn gute Informationen und Hintergrundwissen sind die Basis für den vom Kanzler gewünschten Dialog mit der Bevölkerung. Nur wer gut informiert ist, kann manchen haarsträubenden Argumenten diverser fortschrittseuphorischen Politiker und Forscher entgegentreten.

Was die Bundesregierung nicht bietet, finden alle interessierten Bürger auf dieser Seite:

  • In der Rubrik "Porträts" gibt es Einzelporträts aller Mitglieder des Gremiums mit Pressemeldungen und Statements, die deren einzelne Meinungen z.B. in Fragen der Präimplantationsdiagnostik, der Embryonenforschung oder generell der Gentechnik offenlegen.
     
  • Unter "News" gibt es wöchentliche Neuigkeiten u.a. rund um die Arbeit und die Mitglieder des Rates allgemein sowie eine Bestellmöglichkeit für einen kostenlosen Newsletter. Dadurch wird man über Aktionen zum Ethikrat und gegen die derzeitige Biopolitik informiert.
     
  • Im "Archiv" finden Sie alles, was sich seit der Planung des Nationalen Ethikrates angesammelt und keinen Platz in den anderen Rubriken gefunden hat.
    Dies sind z.B. Reden und Mitteilungen der Regierung, allgemeine Hintergrundinfos zu Themen mit denen sich der Ethikrat beschäftigt, Stellungnahmen von kritischen Bioethik-Gegnern und die hoffentlich bald erscheinenden Publikationen des Nationalen Ethikrates wie z.B. Protokolle von Sitzungen und dergleichen.
    Ältere Neuigkeiten und vergangene allgemeine Pressemeldungen finden Sie dagegen in der Rubrik "News" bzw. "Presse".
     
  • Unter "Aktionen" stehen sämtliche verfaßten Briefe und dazugehörigen Reaktionen, Pressemitteilungen, Aufrufe etc. von der Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern oder anderen kritischen Organisationen in Zusammenhang mit dem Ethikrat.
     
  • Im Bereich "Presse" gibt ein regelmäßig ergänzter umfangreicher Pressespiegel der wichtigsten Online-Printmedien die öffentliche Meinung wieder. Dies verdeutlicht, wie der Widerstand gegen die derzeitige Biopolitik und den Ethikrat wächst. Eine Auflistung aller Meldungen der Bundesregierung in Zusammenhang mit dem Ethikrat und bioethischen Fragestellungen ist dort ebenfalls zu finden.

Alle Rubriken werden laufend aktualisiert und ergänzt. Dies geschieht in der Regel wöchentlich, bevorzugt Sonntags oder Montags. Ausnahmen sind Zeitmangel, da dieses Portal rein ehrenamtlich betrieben wird. Öfters draufschauen ist aber sicher lohnenswert!

Angebot der Regierung

All diesen Service bietet die Bundesregierung bisher nicht.

Die Herausgabe an Informationen des Bundespresseamts bzw. der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften bschränkt sich auf eine Namensliste der Mitglieder des Nationalen Ethikrates, die Kanzlerrede bei der konstituierenden Sitzung und eine Pressemeldung. Sonstige relevanten Infos kann man in mühevoller Kleinarbeit über eine integrierte Suchmaschine ausfindig machen. Doch wer tut das schon? Vorbildlich sei hier vergleichbar die Enquetkommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" im Bundestag erwähnt.

Seit 08.08.01 ist unter www.nationalerethikrat.de der lange geplante Online-Auftritt des Ethikrates zu finden. Also unter der gleichen Adresse, wie unsere Informations- und Protestseite, nur ohne Bindestrich. Verwechslungen sind dabei sicher nicht ausgeschlossen.

Diese Namensähnlichkeit hängt damit zusammen, dass das Bundespresseamt erst am 28.07.01 aufgewacht ist und sich eine entsprechende Domain reserviert hat. Sechs Monate nachdem der Ethikrat bereits geplant war. Wer zu spät kommt, muss eben nehmen, was übrig bleibt. Denn auch andere Domains in Zusammenhang mit "Ethikrat" sind mittlerweile vergeben. Wir haben unsere Internetadresse übrigens erst am 21.05.01 gesichert. Außerdem haben wir es uns zur Vermeidung eines kostspieligen Rechtsstreits gespart, für 50 Pfennig im Monat diesen Namen ohne Bindestrich auch noch zu reservieren.

Wer glaubt, auf der offiziellen Homepage des Ethikrates endlich das zu finden, was von öffentlicher Seite bis heute nicht geboten wurde, wird herb enttäuscht. Bisher sind dort nur die gleichen wenigen Infos zu finden, wie auf der Regierungsseite.

Forderungen der Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

Die Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern fordert die Regierung auf, endlich die Transparenz in Sachen Bioethik und Ethikrat zu schaffen, die bislang durch engagierte Bürger hergestellt wird. Insbesondere der Kanzler sollte endlich anfangen, Fragen die alle angehen auch mit allen zu diskutieren und nicht in Gremien, die seit ihrem Bestehen immer noch undurchsichtig sind.

Ethik-Rat

Diese Seiten sind neben der Abdeckung von Informationsdefiziten auch als Selbsthilfe und Protest zu verstehen, um sich der mittlerweile offen ausgesprochenen Infragestellung zentraler ethischer Werte unserer Gesellschaft im Bezug auf den Umgang mit menschlichem Leben entgegenzustellen. Nicht nur die unausgewogene Besetzung des Ethikrates z.B. durch die mangelnde Vertretung der Behindertenverbände macht deutlich, welchen Kurs Bundeskanzler Schröder in der Biopolitik verfolgt. Für ihn stehen die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund. Dabei erweckt es den Anschein, als sei der Preis für diesen sogenannten Fortschritt egal.

Der Schutz der Würde des Menschen in allen seinen Lebensphasen muß aber Vorrang haben vor allen wirtschaftlichen Interessen. Wir werden mit allen demokratischen Mitteln versuchen, dafür zu sorgen, dass dies so bleibt. Diese Seiten sind daher als Rat an die Nation in Sachen Ethik zu verstehen. Eben als "Nationaler Ethik-Rat".

Bereits im Vorfeld gab es seit Bekanntwerden der Planung dieses Gremium von allen Seiten heftige Kritik. Diese Internetseite ist unser Beitrag zur Unterstützung aller KritikerInnen des derzeitigen Kurses von Teilen der Bundesregierung in Sachen Bioethik. Vielleicht tragen diese Seiten auch ein wenig dazu bei, dass unser Kanzler einsieht, dass die kritischen Bioethik-BeobachterInnen, die meinungsführenden Medien und auch große Teile diverser VolksvertreterInnen seinen derzeitigen Kurs in der Biopolitik nicht mittragen. Und dass er zumindest so die nächste Wahl hoffentlich nicht mehr gewinnen wird.

Kritik, Anregungen und Unterstützung

Wenn Sie etwas zu dieser Seite in irgend einer Form z.B. durch Anregungen, Kritik, Ideen für Aktionen oder Hinweisen zu Presseartikeln und Links zu interessanten Homepages beitragen wollen, so können Sie das gerne tun.

E-Mail: webmeister(at)nationaler-ethikrat.de

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, egal in welcher Form, sollten Sie sich ebenfalls bei uns melden. Sie können z.B. zur Verbreitung dieses Informationsangebotes beitragen, indem Sie einen Link zu dieser Seite setzen, sofern Sie über eine eigene Homepage verfügen. Oder Sie machen Freunde und Bekannte auf uns aufmerksam. Wir sind für alle Mitwirkung dankbar.

Spezielle Anfragen und Aufnahme in den Infoverteiler

Für spezielle Anfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung. Eine persönliche Kontaktadresse finden Sie links nach Anklicken des Briefsymbols. Oder Sie senden eine Mail an:

E-Mail: info(at)bioethik-bayern.de

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich in einen Infoverteiler eintragen zu lassen. Sie werden dann regelmäßig bis auf Widerruf über Neuigkeiten zum Ethikrat Informiert. Mehr dazu unter News.
 

Wer ist die Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern?

All diejeniegen, die uns noch nicht kennen, erfahren mehr über uns unter Leitlinien, Ziele und Aufgaben. Dort informieren wir Sie, wer wir sind, was wir wollen und wie sich uns anschließen können.

Außerdem verweise ich auf unsere eigentliche Homepage unter http://www.bioethik-bayern.de. Unter diesem Link gibt es

  • ein umfangreiches Pressearchiv mit über 1000 Artikeln zu allen Themen der Bioethik,
  • eine umfangreiche Linksammlung
  • Adressverzeichnisse von Abgeordneten, Ministerien oder sonstigen Einrichtungen
  • wöchentliche News und vieles mehr.

In unserem Bioethik-Portal werden Sie ziemlich sicher finden, wonach Sie suchen.

Bioethisch relevante Themen sind u.a. Gentechnik, reproduktives und therapeutisches Klonen, Präimplantationsdiagnostik (PID), Embryonenforschung, Organspende, Euthanasie, Sterbebegleitung und vieles mehr.

Und nun viel Spaß beim Stöbern in unserem Portal zum Nationalen Ethikrat!
 

Christian Frodl
Sprecher und Koordinator
der Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

Letzte Ergänzung dieser Seite: 24.07.02

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