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Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

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Letzte Aktualisierung: 24.07.02

Dr. Hans-Jochen Vogel

Hans-Jochen Vogel (76) ist Justizminister a. D. und ehemaliger SPD-Vorsitzender der Bundestagsfraktion. Mit bioethischen Themen wurde er daher öfters konfrontiert.

So war der Katholik laut FAZ als Justizminister Mitte der siebziger Jahre mit der Einführung der Fristenlösung und deren Scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht befaßt.
Außerdem hatte er sich als scheidender Bundestagsabgeordneter mit der Neufassung des Abtreibungsrechts im wiedervereinigten Deutschland auseinander zu setzen.

Anhand eines jüngsten Interviews im Tagesspiegel vom 08.06.01 (sieh unten) kann man ihn insgesamt wohl als kritisches Mitglied im Ethikrat einstufen.

Quelle: FAZ 10.05.01

 

Gesammelte Texte zu Hans-Jochen Vogel

Das Leben und andere Kleinigkeiten - Drei Fragen an den Nationalen Ethikrat
Eine SZ-Befragung unter allen 25 Mitgliedern sollte Klarheit darüber bringen, ob sich, wie von vielen Kritikern befürchtet, bereits jetzt in entscheidenden Punkten ideologische Fronten innerhalb des Ethikrates gebildet haben. Ein Schwerpunkt wurde bei der Embryonenforschung gesetzt. Wir fragten aber auch dezidiert nach dem Zeitpunkt des Beginns von menschlichem Leben. Elf Ethikräte erklärten sich bereit, konkret zu den folgenden drei Fragekomplexen Stellung zu nehmen:
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 30.05.01

Hans-Jochen Vogel - Intuition
Stellungnahmen zu den drei Fragen der Süddeutschen Zeitung vom 30.05.01
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 30.05.01

Nationaler Ethikrat: "Das Parlament bleibt souverän" - Hans-Jochen Vogel im Interview
Der frühere SPD-Chef über die Beratung der Politik, den Import embryonaler Stammzellen und die Position Johannes Raus
Robert Birnbaum
Hans-Jochen Vogel (76) ist Mitglied des Nationalen Ethikrats. Er vertritt eine ähnlich skeptische Position wie Justizministerin Herta Däubler-Gmelin.
TAGESSPIEGEL 08.06.01

"Demokratie lebt auch vom Widerspruch" Politisch immer korrekt: Hans-Jochen Vogel meldet sich zu Wort
Gustav Trampe
Offizielle Ämter bekleidet Hans-Jochen Vogel schon längst nicht mehr. Aber der Rat eines der profiliertesten SPD-Politiker der Nachkriegszeit und seine Meinung sind in der Öffentlichkeit nach wie vor gefragt. Er artikuliert sie in Vorträgen, Gesprächsrunden oder als Kolumnist (auch dieser Zeitung). Seine Wertschätzung reicht weit über die eigene Partei hinaus. Gerade erst wurde er in den Nationalen Ethikrat berufen.
TAGESPIEGEL 16.07.01

Für "neue Normalität" im Verhältnis von Juden und Nicht-Juden
Der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel erhält den Leo-Baeck-Preis
Hermann Rudolph
TAGESPIEGEL 31.10.01

Eure Rede sei: ja, ja - nein, nein
Beim Embryonenschutzgesetz muss der Bundestag endlich Klarheit schaffen
Hans-Jochen Vogel
TAGESSPIEGEL 10.01.02
Anmerkung: Sehr lesenswert!

Schloss Elmau rief die Geister
Erstmals demonstrierte der Nationale Ethikrat seine Zerstrittenheit öffentlich
Von Christian Schüle
Sieben von 24 nationalen Ethikräten reisten nach Süden. Ziel des Ausflugs am vergangenen Wochenende war das Schloss Elmau, wo vor drei Jahren Peter Sloterdijk seine "Regeln für den Menschenpark" präsentiert hatte. Damals räsonnierte der Philosoph über Züchtungsfantasien und eine Ethik des anthropotechnischen Machtgebrauchs.
DIE ZEIT 31/2002 vom 24.07.02

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