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Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

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Prof. Dr. Therese Neuer-Miebach

Die Professorin an der Fachhochschule Frankfurt im Fachbereich Sozialarbeit, war vor ihrer Berufung in den Nationalen Ethikrat Mitglied im Ethik-Beirat beim Bundesgesundheitsministerium. Besonders qualifizierte sie sich hierfür durch ihre langjährige Arbeit bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe für behinderte Menschen.

Als Vertreterin der "Lebenshilfe" war Therese Neuer-Miebach mit Kenntnissen in der katholischen Moraltheologie sowohl in Deutschland als auch in europäischen und internationalen Gruppen mit allen politischen Problemstellungen im Bereich Ethik und Behinderung befaßt: Sterilisation nichteinwilligungsfähiger Personen, Betreuungsgesetz, Pränataldiagnostik, Neuregelung des Paragraphen 218 und besonders mit der Bioethik-Konvention des Europarates.

Dabei engagierte sie sich im Namen der Lebenshilfe im besonderen Maße gegen eine Unterzeichnung des Menschenrechtsübereinkommens zur Biomedizin durch Deutschland.

Frau Neuer-Miebach zählte nie zu denen, die bedingungslos Ja sagen. Ebenso ein einfaches Nein ist von ihr in den "schwierigen Findungs- und Diskussionsprozessen" nicht zu hören gewesen. Den Ausschlag gab und gibt laut FAZ am Ende aber die Wahrung der Rechte des Menschen. Dies gelte besonders für Menschen mit einer Behinderung.

Quelle: FAZ 10.05.01 und andere (siehe unten)
 

Lebenslauf
(Quelle: Deutscher Bundestag, Sachverständige der Enquete "Recht und Ethik der modernen Medizin")

  • Verheiratet, ein Sohn.
  • Grundschule in Engelskirchen /NRW, Gymnasium in Wipperfürth und Köln. Abitur 1967 in Köln.
  • Studium Romanistik und Kath. Theologie in Bonn, 1. Staatsexamen 1971.
  • Studium Soziologie in Marburg, Diplom 1976. Wissenschaftliche Hilfskraft am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Marburg 1977 - 1978. Promotion zum Dr. rer.pol. Bremen 1982.
  • Freiberufliche Tätigkeit in Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Sozialpolitik 1976 - 1985. Lehrauftragstätigkeit an der Gesamthochschule Kassel, an der Universität Marburg und an der Fachhochschule Fulda an den Fachbereichen für Sozialwesen bzw. Soziologie zwischen 1982 und 1986.
  • Referentin für Eltern- und Familienfragen bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung 1985 - 1987; dort Leiterin des Instituts Fort- und Weiterbildung, Koordinatorin der internationalen Angelegenheiten (Projekte in Ost- und Mitteleuropa, Kontakte zu europäischen internationalen Partnerorganisationen und Arbeitsgruppen) und zuständig für ethische Fragen (Menschenbild, Menschenwürde, Menschenrechte, Sterilisation, humangenetische Beratung, genetische Diagnostik und Forschung, Biomedizin, Früheuthanasie und Sterbehilfe) bis 1998;
  • 1995 - 1998 Mitglied der Bundesgeschäftsführung.
  • Diverse einschlägige Veröffentlichungen, insbesondere zu ethischen Themen.
  • Seit 1.2.1999 Professorin an der Fachhochschule Frankfurt, Fachbereich Sozialarbeit, zuständig für Theorie und Methoden sozialer Arbeit, Fragen der Behinderung, Gesundheit und Sucht.
  • Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar, Mitglied der Akademie Ethik in der Medizin, Mitglied der Dt. Gesellschaft für Sozialarbeit, Mitglied des Ethik-Beirates des Bundesgesundheitsministeriums, Mitglied des Bundesfamilienministeriums zum Modellprojekt "Entwicklung von Beratungskriterien für die Beratung Schwangerer bei zu erwartender Behinderung des Kindes"
  • Mitglied der Enquetekommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" im Deutschen Bundestag

 

Kontaktadresse

Frau
Therese Neuer-Miebach
Fachhochschule Frankfurt am Main
Fachbereich Sozialarbeit (FB 4)
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt/Main

 

Gesammelte Texte zu Therese Neuer-Miebach

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