Informations- und Protestseite der

Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern

zum Nationalen Ethikrat

Druckversion dieses Porträts

Letzte Aktualisierung: 24.07.02

Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber

Wolfgang Huber (58) gehört wohl unzweifelhaft zu den kritischen Stimmen im Ethikrat.

Seit 1993 ist er Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, zuvor war er 13 Jahre lang Professor für Sozialethik, zunächst in Marburg und dann in Heidelberg. Sein Motto lautet "Einmischen statt pastoral gedämpfter Zurückhaltung". So äußert er sich zu den unterschiedlichesten Themen - über die CDU-Spendenaffäre ebenso wie über Leitkultur, Asyl und Arbeitsmarkt oder Krieg auf dem Balkan.

In Fragen der Gentechnik nimmt er eine äußerst kritische Haltung ein und warnt laut FAZ vor einer "Utopie der Selbsterlösung des Menschen". Er warnt immer wieder davor, "lebenswertes" und "lebensunwertes" Leben zu unterscheiden. "Menschliches Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle", mahnt Wolfgang Huber. "Deshalb besitzt der Embryo Menschenwürde." (Zitat Spiegel 14.05.01)

Er sprach sich auch gegen die aktive Sterbehilfe in den Niederlanden aus und verurteilte dies als Dammbruch. Ebenso verurteilt er das Therapeutische Klonen.

Ergänzung 27.01.02

Bischof Wolfgang Huber zählt nach den neusten Artikeln vom Januar 02 zu den 10 Gegnern einer Importerlaubnis embryonaler Stammzellen.
 

Quellen: FAZ 10.05.01, DIE WELT und andere (siehe unten)

 

Kontaktadresse

Herr
Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber
Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg
Georgenkirchstraße 69
10249 Berlin

 

Gesammelte Texte zu Wolfgang Huber

Ein Leben, bestimmt von politischer Ethik
Porträt über Wolfgang Huber, leider etwas älter
DIE WELT 04.08.97

Gott wird Mensch
Von Wolfgang Huber
DIE WELT 23.12.00
Kleine Ansprache zu Weihnachten, in der er sich zur Gentechnik äußert

Tacheles - das Streitgespräch
Ein Gespräch über Biotechnologie und Ökumene mit Wolfgang Huber, evangelischer Bischof von Berlin und Brandenburg, geführt von DeutschlandRadio Berlin und der ZEIT. (15.9.2000 / 18.05 im Deutschlandradio Berlin)
DIE ZEIT 38/2000

Nida-Rümelin wegen Gen-Thesen in der Kritik
Däubler-Gmelin und Bischof Huber kritisieren Kultur-Staatsminister
TAGESSPIEGEL 25.01.01

Massentötung von Rindern - "Unerträgliche Form von Grausamkeit"
Bischof Huber über unsere Verantwortung für die Tiere
Wolfgang Huber
Was würden Verantwortliche tun, wenn eine neue, bislang noch recht unerforschte Krankheit sich in der Bevölkerung eines Landes ausbreitete? Sie würden versuchen, die Menschen davor zu schützen. Und sie würden versuchen, den Erkrankten zu helfen.
TAGESSPIEGEL 28.01.01

"Körperwelten" Endlos und ohne Erlösung
Warum plastinierte Leichen uns faszinieren - und entmutigen
Von Bischof Wolfgang Huber
TAGESSPIEGEL 17.03.01

Ethikrat: Ohne Scheuklappen, aber nicht ohne Grundsätze
Kaum gegründet - schon gibt es Streit um die Aufgaben
TAGESSPIEGEL 04.05.01

Der Kardinal und das Kanzleramt. Wie Gerhard Schröder fast der Nationale Ethikrat auseinandergefallen wäre
Bernd Ulrich
Perfektes Politik-Management hat meist etwas ödes, weil man nur die polierte Vorderseite sehen kann. Wo hingegen ordentlich dilettiert wird, da bieten sich erhellende Einblicke. Darum ist die Bildung des Nationalen Ethikrates so spannend.
TAGESSPIEGEL 15.05.01

"Die Kirche ist nicht fortschrittsfeindlich"
Der evangelische Landesbischof von Berlin und Brandenburg, Wolfgang Huber, sagt aber zugleich: Heilen heiligt nicht jedes Mittel
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 13.06.01

Huber für Einfuhrverbot embryonaler Stammzellen
Der Nationale Ethikrat berät zur Stunde über den Import menschlicher embryonaler Stammzellen. Simitis fordert möglichst schnelle Klärung durch Gesetzgeber
DIE WELT 29.11.01

AUF EIN WORT: Das Leben achten
Professor Dr. Wolfgang Huber ist Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und Herausgeber des Magazins CHRISMON
Nun steht die parlamentarische Entscheidung ins Haus: Darf in Deutschland an embryonalen Stammzellen geforscht werden? Solche Stammzellen herzustellen verbietet das Embryonenschutzgesetz von 1990. Denn dazu müssen Embryonen getötet werden.
CHRISMON 1/02

Menschen im Fluss
Dürfen wir Embryonen töten, um aus ihnen Stammzellen für die Forschung zu gewinnen? Nein. Wenn man nicht wissen kann, wann menschliches Leben beginnt, dann muss man es schützen - von Anfang an
Wolfgang Huber
TAGESSPIEGEL 26.01.02

Menschenwürde und Forschungsfreiheit
von Wolfgang Huber anläßlich des Bioethik-Kongresses in Berlin
28. Januar 2002
Hochrangige Forschungsziele werden in diesen Tagen dafür ins Feld geführt, dass der Weg zur Forschung mit embryonalen Stammzellen freigemacht werden soll. Der Forschungsfreiheit soll ein so hoher Wert zukommen, dass mit ihr auch eine Einschränkung der Menschenwürde oder doch eine Abstufung des Lebensschutzes gerechtfertigt werden kann.

Stammzellen: Überholte Debatte
Am Mittwoch entscheidet der Bundestag, ob Forscher Embryozellen importieren dürfen. Doch egal wie die Politiker abstimmen: Wissenschaftler, Kranke und Biotech-Industrie werden bald weit großzügigere Regelungen durchsetzen.
Von Cordula Tutt, Berlin, und Peter Kuchenbuch, Hamburg
Neulich beim Nationalen Ethikrat ging es zu wie im Kreiswehrersatzamt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss fragte den Berliner Bischof Wolfgang Huber: "Würde die Kirche ihren Krankenhäusern Medikamente vorenthalten, die nur mit Forschung an embryonalen Stammzellen entwickelt werden konnten?" Ethikrat Huber fiel in die Rolle des Gemusterten, der begründet, warum er keine Waffe anrühren will.
FTD FINACIAL TIMES DEUTSCHLAND 30.01.02
Anmerkung: Sehr lesenswert, da viele Stimmen zu Wort kommen.

"Der Mensch als Sache"
Die Entscheidung über den Import embryonaler Stammzellen ist gefallen, aber Forscher und Ethiker kommen nicht überein. Der nächste Streit entbrennt um die genetische Selektion von Embryonen, meint Bischof Wolfgang Huber im Gespräch mit der Netzeitung.
NETZEITUNG 29.03.02 08:22

zurück zur vorherigen Seite

zurück zur Porträtübersicht